Guarana | Was du vor dem Kauf wissen solltest!

Hier findest du Informationen bezüglich der Dosierung, Wirkung, Nebenwirkung, Anwendung und vieles mehr.

Natürlicher Wachmacher

Gegen Erkältungskrankheiten

Schlankmacher

Lange Meetings und Seminare in der Arbeit – die Konzentration geht da leicht flöten. Noch dazu leidest du oftmals unter Müdigkeit und Antriebslosigkeit? An manchen Tagen bräuchtest du einen natürlichen Energykick, der dich wieder zu mehr Leistungsfähigkeit führt?

Hast du schon einmal Guarana ausprobiert? Die Liane, die ursprünglich aus dem Gebiet des Amazonas kommt, hat einen besonders hohen Gehalt an Koffein. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem herkömmlichen Kaffee ist, dass das enthaltene Koffein viel besser vom menschlichen Körper vertragen wird. Doch Guarana ist nicht nur ein wirkungsvoller Energielieferant! Mittlerweile findet die Pflanze auch Beliebtheit als Schlankmacher, bei Kopfschmerzen oder als Haut- und Haarpflege in der Kosmetikbranche.

Erfahre hier, was Guarana überhaupt ist, woher es stammt und wo Guarana überall seine Verwendung findet. Wir zeigen dir außerdem, welche Guarana Produkte es gibt und wie du sie am besten einnehmen solltest.

Was ist Guarana?

Guarana ist eine Pflanze aus dem Amazonasgebiet und gehört zur Familie der Seifenbaumgewächse. Sie wird auch Koffein-Liane genannt, wächst zwischen zehn und zwölf Meter lang und bildet große weiße Blütendolden. An diesen reifen später die Früchte. In den kleinen roten Früchten stecken zwar bitter schmeckende Samen, diese haben es jedoch in sich, sind sie doch nicht nur reich an Eiweißen, Fetten und Stärke sondern enthalten die höchste Konzentration an Koffein. Da das Koffein in den Samen allerdings an die Gerbstoffe gebunden ist, entfaltet es seine Wirkung erst allmählich, diese hält aber dafür bis zu sechs Stunden lang an.

Die Guaranafrucht wächst weder auf Bäumen noch auf Büschen, sondern ist eine Frucht des Seifenbaums. Dieser kann die Gestalt eines Strauches annehmen, kommt jedoch meistens als Liane hängend von anderen Bäumen vor. Er ist jedoch kein Parasit wie die Mistel oder die Würgefeige, sondern tritt als „friedliche Mitpflanze“ auf, auch wenn sie andere Bäume als Kletterhilfe verwendet. Das natürliche Herkunftsgebiet der Guaranapflanze ist das Amazonasbecken. Die Nachzucht ist schwierig, wird aber inzwischen in allen geeigneten Regionen von Südamerika mit wachsendem Erfolg durchgeführt. Der nutzbare Teil der Pflanze sind die geschälten und getrockneten Samen. Diese wachsen in Schoten bzw. Kapselfrüchten, wie man sie auch von Kakao oder Kaffee kennt.

Die Nachzucht in Europa wäre nur unter erheblichen technischem Aufwand möglich, da die Samen zum keimen ein exaktes Klima benötigen. Austrocknung oder Frost überstehen die Samen keinesfalls. Der Samen sieht so ähnlich aus wie eine Kastanie. Die indigenen Völker sahen darin eine Ähnlichkeit zum Sehorgan, darum wird sie in diesem Sprachraum auch „Auge des Waldes“ genannt. Da Guaranaranken immer nur recht wenige Kapselfrüchte ausbilden, ist die Ernte stets mühselig.

Geschichte

Die Wirkung der Samen ist den Indianern seit Jahrhunderten bekannt. Sie nannten die Pflanze auch „wara“, was sich mit „Frucht der Jugend“ übersetzen lässt. Der Missionspater Bettendorf stellte im 17. Jahrhundert fest, dass die Indianer die Früchte nicht nur als Energie-Lieferanten nutzten, sondern auch als fiebersenkendes und Kopfschmerzen linderndes Heilmittel kannten. Brachen sie zu mehrtägigen Jagdausflügen auf, nutzten die Indianer die Pflanze als Energiespender, die gleichzeitig Hunger und Durst lindern konnte. Dafür zerrieben sie die geschälten und getrockneten Samen zu einem Pulver, gaben Wasser und Honig dazu. Diese Paste formten sie zu einem Laib und ließen sie trocknen.

Waren die Indianer auf der Jagd, schabten sie mehrmals täglich davon etwas ab, lösten es in Wasser auf, tranken die Mischung und blieben somit wach und konzentriert, solange sie unterwegs waren.

Viele, viele Jahre später erlangte Guarana dann auch im Westen Bekanntheit. In den 40er Jahren wurde dies von französischen Wissenschaftlern bestätigt: Der Pflanze wurden heilende Kräfte gegen Kopfschmerzen, Krämpfen sowie Fieber nachgewiesen. Zudem konnte auch die leistungsfördernde Wirkung von Guarana belegt werden.

Ergänzungsmittel aus Guaranaextrakt hatten in den 1990er Jahren einen echten Boom erlebt. Im Zuge des enormen Erfolgs von „Red Bull“ mit seinem Stierleber-Extrakt „Taurin“ waren die Konsumenten den pflanzlich-alternativen Wachmachern gegenüber sehr aufgeschlossen. Guarana versprach eine ähnliche Wirkung wie der Energy-Drink aus Österreich, verzichtete dabei aber auf die unerwünschten Nebenwirkungen: Chemie- und Zuckerfrei, beliebig dosierbar und rein pflanzlich waren die schlagenden Argumente, mit denen Guaranaextrakt vor 20 Jahren für Aufmerksamkeit sorgen konnte.

Nachdem der Lianenextrakt aus Südamerika in den 2000er und der ersten Hälfte der 2010er etwas in Vergessenheit geraten ist, kommt es nun zurück: Stärker, gesünder und ökologischer als der gute, alte Kaffee preist sich Guaranaextrakt heute als alternativ-pflanzliches Mittel zur Leistungssteigerung und viele andere Benefits an. Des Weiteren kannst du Guaranà als Kapseln und Pulver in der Apotheke oder im Biomarkt kaufen. Da es in dieser Form eher bitter schmeckt, wird der Wirkstoff auch in Gummibärchen, Kaugummis und Schokolade eingebunden. In diesen ist der bittere Geschmack nicht wahrnehmbar.

Botanik

Guarana (Paullinia cupana) zählt zur Seifenbaumfamilie und ist eine recht hölzerne Pflanze, die sich als rankender Strauch oder Liane darstellt. Die Pflanze besitzt eine braune Rinde und 20 bis 35 cm große, grüne Blätter, die in Blattstiel und Blattspreite unterteilt sind. Die Guarana-Pflanze hat weißliche Blüten, die in Trauben hängen und jeweils fünf Blütenblätter haben. Aus den Blüten entwickeln sich dann wiederum die roten Kapselfrüchte, in der sich bis zu drei schwarz-grüne Samen befinden. Ist die Frucht reif, öffnet sie sich und der Samen darin wirkt wie ein Auge – indigene Völker haben dieses für verschiedenste Mythen und Legenden verwendet.

Beliebt ist Guarana vor allem aufgrund seines hohen Anteils an natürlichem Koffein. Dieses wirkt einerseits als Muntermacher, steigert unsere Leistungen und kann (in Maßen genossen) sich positiv auf unsere Herztätigkeit auswirken, da Koffein gefäßerweiternd wirkt. Guarana enthält zudem auch verschiedene Gerbstoffe (Tannine) enthalten. Diese töten Keime und wirken damit als Schutz in Magen und Darm. Außerdem enthält der natürliche Energielieferant Seifenstoffe, die eine entwässernde Wirkung haben und auch gegen Parasiten und Pilze ankämpfen. Auch das Theophylin, welches in Guarana enthalten ist, hat einen stimulierenden Effekt und wirkt sich somit positiv auf die Freisetzung von Kalzium aus.

Du siehst also: Guarana enthält wahnsinnig tolle und gesunde Vitalstoffe, die sich extrem positiv auf unseren Körper auswirken können. Auch pflanzliche Fette, Harze und Pektine sorgen dafür, dass die Pflanze eine wahre Superfrucht ist.

Anbaugebiete

Guarana stammt ursprünglich aus dem Amazonasgebiet, wo es den Indios schon seit jeher bekannt ist. Heute wird das Guarana allerdings hauptsächlich auf Plantagen in Venezuela, Brasilien und Paraguay angebaut. Neben der unglaublichen Wirkung, ist auch die schwierige Nachzucht der Samen ein Grund für die Begehrtheit von Guarana. Die Kletterpflanze blüht im Juli und August; die Früchte reifen danach bis Dezember heran.

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Übrigens: Der Name leitet sich vom indianischen Volk der Guarani ab. Diese gehören zu den Ureinwohnern Südamerikas und sind noch heute eine große indigene Bevölkerungsgruppe in Brasilien.

Ernte und Herstellung

Guaranà wächst zwischen den verschiedensten Pflanzen. Das heißt, dass es in der Regel nicht als Monokultur angebaut wird. Dadurch haben auch die Erntehelfer eine extrem anstrengende Arbeit: Diese müssen mehrere Kilometer zurücklegen – über hügelige Gelände und Trampelpfade. Die Früchte von Guarana werden von Hand gepflückt und anschließend in Säcke gefüllt, in denen sie mehrere Tage gelagert werden, bis sich die Schale von den Kernen löst. In der Zwischenzeit erhöht sich das Koffein in den Früchten auf circa 4 Prozent. Damit sich die Kerne vollständig von der Schale lösen können, werden sie zerstampft. Daraufhin werden die getrockneten und geschälten Samen von Hand verlesen und gewaschen.

Im nächsten Schritt werden die gelösten Samen in der Sonne getrocknet. Wenn der Feuchtigkeitsgehalt nur noch circa 7 Prozent beträgt, können die Kerne in einem Windkanal abermals gereinigt werden. Hier werden sie erneut von Schmutz oder Staub befreit, damit die Kerne problemlos zu beliebten Guarana Pulver weiterverarbeitet werden können.

Dosierung

Zwar schont das Koffein im Guaranapulver deinen Magen, trotzdem solltest du nicht mehr als zwanzig Gramm davon täglich zu dir nehmen. Nimmst du zuviel, kannst du Schlafprobleme, Herzrasen oder Kopfschmerzen bekommen. Wer weder Teein noch Koffein verträgt, an Bluthochdruck oder einer Überfunktion der Schilddrüsen leidet, schwanger ist oder ein Baby stillt, sollte das Mitteln nicht verwenden. Allerdings sind Menschen unterschiedlich – und so gilt für die Dosierung des südamerikanischen Wachmachers das Gleiche wie bei Kaffee:

Was für den einen zu viel sein kann, ist für den anderen genau richtig. Du musst deine eigene Dosierung finden: Taste dich vorsichtig vor und erhöhe die Menge des Pulvers langsam, bis du merkst, dass diese für dich ausreichend ist. Allgemein lautet die Empfehlung, etwa ein bis zwei Teelöffel des Pulvers in einem großen Glas Flüssigkeit aufzulösen. Damit erhältst du eine Koffeindosis von etwa 150 Milligramm und das Getränk wirkt wie eine starke Tasse Kaffee oder ein halber Liter Schwarztee. Falls du das Mittel zum ersten Mal nimmst, solltest du mit einem Teelöffel voll starten, bevor du die Dosis langsam steigerst. Prinzipiell kannst du deinen natürlichen Wachmacher zu jeder Tageszeit zubereiten und trinken. Da die Wirkung jedoch bis zu sechs Stunden lang anhält, ist es empfehlenswert, gleich am Morgen damit zu starten: So bist du wach und kannst dich auf dein Studium oder die Arbeit gut konzentrieren. Da die Wirkung erst etwas verzögert einsetzt, merkst du erst etwa eine Stunde nach der Einnahme, dass du konzentrierter und wacher wirst. Das Mittel wird sogar als tabakfreies Schnupfpulver angeboten, ob es für dich als Wachmacher in Frage kommt, musst du selbst ausprobieren.

Inhaltsstoffe

Die Guaranakerne sind reich an pflanzlichen Fetten und Vitaminen. Sie haben neben der stimulierenden Wirkung auch einen satt machenden Effekt. Guaranaprodukte werden deshalb sehr gerne als Unterstützung zum Abnehmen verwendet. Es ist ein rein pflanzliches Produkt, welches schon seit Jahrhunderten konsumiert wird. Die wach machenden Wirkstoffe sind jedoch an Gerbsäuren gebunden, welche dem Guaranaextrakt eine sehr bittere Note geben. Die Nüsse werden deshalb nicht als Ganzes gegessen, sondern zermahlen und zu einem Pulver getrocknet. In dieser Form kann es präzise dosiert werden.

Wirkung

Die belebende und natürlich wachmachende Wirkung der Kerne kommt durch ihren hohen Gehalt an Koffein, der zwischen vier und acht Prozent der Trockenmasse beträgt. Weitere Wirkstoffe sind: Tannin, Theophyllin, Theobromin, Catechin, Epicatechin, Saponine, Stärke und Mineralstoffe. Das Koffein macht wach, regt die Kreislauftätigkeit an und fördert die Durchblutung. Gleichzeitig wirkt es sich positiv auf die Konzentration aus und schärft die Wahrnehmung. Das Koffein hat einen entwässernden Effekt und stimuliert die Funktion der Nieren. Die konkrete Wirkung des Koffeins hängt dabei stark davon ab, wie es mit anderen Stoffen kombiniert ist.  

Zusammen mit den Substanzen in den Guarana-Samen wirkt es sich schonender auf den Magen aus als das Koffein, das im Kaffee steckt. Es wirkt gegen Schwäche und Kopfschmerzen und kann sogar Durst oder Hunger dämpfen. Wenn du nach einer Infektion schnell wieder auf die Beine kommen möchtest, kann dir das Koffein aus dem südamerikanischen Strauch dabei helfen. Gleichzeitig wird dein Hunger und Durst etwas gedämpft: Diese Wirkung kannst du nutzen, wenn du gerne abnehmen und dabei deine Fettverbrennung ankurbeln möchtest.

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Studien

Guarana wirkt nicht nur als schneller und hilfreicher Energielieferant, sondern kann auch nachweislich deine Leistungsfähigkeit verbessern! Eine Studie der Universität Belize hat die Wirkung von Guarana bei Studenten untersucht. Die Studenten, die vor den Prüfungen Guarana Pulver eingenommen hatten, wiesen eine bessere Konzentration auf, als die Studenten, die zu einem anderen legalen Mittel greifen durften.

Weitere Studien haben außerdem ergeben, dass Guarana antibakteriell wirken soll und somit gegen Salmonellen und Colibakterien vorgehen kann. Vor allem in südamerikanischen Ländern, in welchen das Trinkwasser nicht sonderlich rein ist, können somit Infektionen vorgebeugt werden. Doch auch bei erhöhten Cholesterinwerten kann Guarana helfen. Denn das Pulver der Pflanze soll eine ähnliche Wirkung haben wie andere Cholesterinsenker. Die Ergebnisse zeigen sogar, dass Guarana Leberschädigungen ausgleichen kann. Dem nicht genug – seine wahre Wunderwirkung unterstreicht folgende Studie: Krebspatienten wurden vor der Chemotherapie Guarana gereicht. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Patienten weniger unter Erschöpfungszuständen, Schlafstörungen oder Unruhe litten.

Die Studien zeigen also, dass Guarana nicht nur bloß ein einfacher Energielieferant ist. Nein, Guarana kann zu besserer Leistung, weniger Erschöpfungszuständen und sogar zu besseren Cholesterinwerten führen!

Unterstützt die Konzentration des Gehirns

Wenn du im Studium und an der Arbeit wach und konzentriert sein willst, wirkt sich das Mittel positiv auf deine Gehirnleistung aus. Zudem ist das darin enthaltene Koffein verträglicher als das Koffein im Kaffee. Es gibt den Extrakt als Pulver, Tabletten, Kapseln, Flüssigkeit, Kaugummi, Riegel und anderen Formen zu kaufen. Da das Koffein in diesem natürlichen Wachmacher an die anderen Inhaltsstoffe gebunden ist, wird dieses erst im Lauf von einigen Stunden frei und kann im Körper seine Wirkung entfalten.

Während Kaffee oder andere Energydrinks nur für einen relativ kurzen Push sorgen, bleibt das Energielevel mit dem Guaranaextrakt konstant höher. Wenn du dich nur schwer auf dein Studium oder deine Arbeit konzentrieren kannst, hilft dir der Extrakt bei der Steigerung deiner mentalen Fitness. Das Koffein sorgt für eine bessere Durchblutung, damit wird der Sauerstoff besser durch deinen Körper transportiert und deine Müdigkeit wird besiegt.

Wirkung auf deine Gesundheit

Der Wirkstoff macht dich nicht nur wach, sondern bietet dir weitere gesundheitliche Vorzüge: Neben seiner belebenden Wirkung kann der Guaranaextrakt fiebersenkend und harntreibend wirken. Er hilft bei Kopfschmerzen und unterstützt deinen Körper bei der Entgiftung. Das Mittel regt die Durchblutung an, stimuliert das Herz, erweitert die Bronchien und Blutgefäße. Dank seiner anregenden Wirkung kurbelt der südamerikanische Wachmacher die Fettverbrennung an und dämpft gleichzeitig Hunger und Durst. Das Koffein wirkt milder als das im Kaffee enthaltene Koffein und wirkt sich zudem positiv auf deine Stimmung aus. Nimmst du das Mittel in Kapsel- oder Pulverform regelmäßig ein, stärkst du damit deinen gesamten Organismus. Positiv ist weiterhin, dass die Einnahme des Mittels nicht zu einer Gewöhnung führt: Du wirst also nicht abhängig und kannst die belebende Wirkung immer dann nutzen, wenn du sie brauchst. Solltest du aus Versehen zu viel eingenommen haben, spürst du die Wirkung: Dann kann es zu Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder zu Reizbarkeit kommen. Willst du das vermeiden, solltest du die empfohlene Dosis nicht überschreiten.

Schlankmacher

Kennen die meisten Guarana wohl als Inhaltsstoff in Energydrinks oder in Kosmetika und Pflegemittel, kann sich die Pflanze auch über immer mehr Beliebtheit beim Abnehmen freuen. Doch wie viel Wahrheit steckt wirklich dahinter? Kann Guaranà tatsächlich die Pfunden zum purzeln bringen? Eines ist sicher: Guarana dämpft unser Hungergefühl und fördert das Entwässern unseres Körpers. Durch den enthaltenen Koffein, wird dein Energieverbrauch auf einem geringen Niveau erhöht. Um dadurch aber wirklich abnehmen zu können, müsstest du Unmengen an Guarana zu dir nehmen – begleitet von den verschiedensten Nebenwirkungen. Es mag zwar noch so verlockend klingen – Guarana in Pulver- oder Kapselform und schon kommt der Beachbody – aber leider handelt es sich bei der Pflanze nicht um ein Wundermittel zum Abnehmen.

Stärker und nachhaltiger als Kaffee

Die hauptsächliche Wirkung von Guaranaextrakt ist ein leichtes Aufputschen, was durchaus mit dem von Kaffee zu vergleichen ist. Tatsächlich ist der Wirkstoff im Guaranapulver das ganz normale Koffein. Es ist in den Nüssen jedoch drei- bis fünf Mal so hoch konzentriert, wie in der Kaffeebohne. Der Organismus nimmt es durch die Bindung an die Gerbsäuren aber langsamer auf. Es wirkt deshalb nicht so unmittelbar wie Kaffee, die Wirkung hält aber länger an. Häufig wird der wach machende Wirkstoff von Guaranaextrakt auch als „Guarin“ bezeichnet. Das ist wohl aus Marketing-Gründen irgendwann einmal aus dem „Taurin“ entstanden, mit welchem „Red Bull“ so berühmt wurde. Chemisch muss man aber sagen, dass es so etwas wie „Guarin“ – oder ähnlich klingende Phantasieprodukte – nicht gibt. Es ist und bleibt das altbekannte Koffein, welches die belebende Wirkung von Guarana ausmacht.

Guarana, Grüner Tee oder Matcha?

Wie bereits des Öfteren erwähnt, ist Guarana ein traditioneller und vor allem nachhaltiger Energielieferant aus dem Amazonasbecken. Doch dem nicht genug: Guarana macht nicht nur wach und steigert unsere Konzentration, es ist auch verträglicher als das herkömmliche Koffein im Kaffee. Dank der enthaltenen Gerbstoffe, setzt sich das Koffein in Guarana nämlich erst nach und nach frei – die Wirkung hält dabei bis zu sechs Stunden. Guarana ist übrigens als Tee, Pulver oder in Form von Kapseln erhältlich.

Bekannter ist dir sicher der Grüne Tee. Er zählt neben Kaffee und Schwarzem Tee wohl zu den beliebtesten Wachmachern. Der Unterschied zum Schwarzen Tee ist die unterschiedliche Verarbeitungsweise. Grüner Tee wird nach der Ernte nicht fermentiert, sondern nach dem Pflücken nur erhitzt beziehungsweise getrocknet. Durch diese Vorgehensweise behält der Tee seine gesunden Inhaltsstoffe. Denn Grüner Tee wirkt nicht nur vitalisierend, er macht dich auch noch gesund! Antioxidantien, Polyphenole und andere Gerb- und Bitterstoffe wirken entzündungshemmend, krebsvorbeugend und positiv auf die Funktionsfähigkeit des Gehirns.

Immer mehr Beliebtheit kann sich mittlerweile Matcha erfreuen. Bei Matcha handelt es sich um gemahlenen Grünen Tee, der in einem besonderen Verfahren hergestellt und in der japanischen Teezeremonie verwendet wird. Ähnlich wie Kaffee, enthält auch Matcha viel am natürlichen Wachmacher Koffein. Dieser ist aber für unseren Körper weitaus verträglicher. Eine Tasse Matcha enthält nicht nur mehr Koffein als Kaffee, es wird auch erst im Magen freigesetzt. Doch Matcha macht nicht nur munter! Es enthält besonders viele Antioxidantien, Aminosäuren, Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe, die sich extrem positiv auf unsere Gesundheit auswirken.

Für welchen natürlichen Wachmacher du dich letztendlich entscheidest, sei komplett dir überlassen. Ob der morgendliche Grüne Tee, das japanische Kult-Getränk Matcha oder vitalisierendes Guarana – all diese Energielieferanten machen nicht nur fit und wach, sie wirken sich auch positiv auf deine Gesundheit aus!

In Lebensmitteln enthalten

Manche der sogenannten „Functional-Foods“ werden mit Guaranà hergestellt. Damit der bittere Geschmack nicht überwiegt, wird der Wirkstoff in diesen Lebensmitteln oft nur sehr sparsam verwendet. Es gibt den Wachmacher in Schokoriegeln und Kaugummis, die ursprünglich in der Fitness-Szene angeboten, inzwischen aber überall erhältlich sind. Du kannst das Pulver auch zu Hause verarbeiten und es zum Backen von Kuchen oder Keksen nutzen. Das Pulver verträgt Temperaturen bis zu 200 Grad Celsius und lässt sich mit fast jedem Teig verarbeiten. Damit werden aus ganz normalen Keksen richtige „Wachmacherkekse“. Neben der aufmunternden Wirkung enthält das Pulver aus dem südamerikanischen Urwald viele weitere Nährstoffe und ist reich an Proteinen und Ballaststoffen. Willst du gleichzeitig wach werden und abnehmen, bist du nach wenigen Keksen oder Riegeln satt: Das Mittel unterdrückt auch Hunger und durst.

Guarana kaufen

Guarana kannst du in verschiedenen Formen und Arten kaufen: Entweder als reines Pulver, Getränk oder in Kapseln. Das Pulver schmeckt zwar ziemlich bitter, lässt sich dafür aber relativ leicht mit einem Teelöffel dosieren. Am besten mischst du es mit Orangen-, Apfel- oder einem anderen Fruchtsaft, der mit seiner Süße den herben Geschmack etwas aufhebt.

Du bekommst das Mittel in der Apotheke, im Drogeriemarkt, bei dm, in vielen Bio-Läden und selbstverständlich auch im Internet. Steckt das Pulver in Kapseln, kannst du sie einfach schlucken. Allerdings kosten diese etwas mehr als das pure Pulver. Ist das Pulver noch mit Kakao oder Kaffee verfeinert, kannst du es wesentlich einfacher in der Flüssigkeit anrühren.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

 

 

Bezugsquellen von Guaranaprodukten

Guaranaprodukte sind im Reformhaus und im Internet, beispielsweise bei Amazon, als Pulver zu finden. Es empfiehlt sich beim Onlinekauf aber auf die Bewertungen und Hersteller zu achten. Fertigprodukte mit Guaranaextrakten findet man auch in gut sortierten Supermärkten. Bei Guaranapulver solltest du aber stets auf die Haltbarkeit achten. Es verdirbt recht schnell. Beim Backen, Kochen oder Braten mit Guaranapulver achte darauf, dass es nicht über 300° C erhitzt wird. Es verbrennt sonst und verdirbt dir deine Mahlzeit.

Welche Guaranaprodukte gibt es?

Es gibt Getränke, Fertig-Snacks und Mischungen, die mit Guaranapulver angereichert sind. Als Getränk gibt es beispielsweise Guaranawein, Guaranakakao oder Guaranabier.

Guaranapulver oder Kaffee?

Dir schmeckt Kaffee nicht oder der Energieschub nach dem Genuss lässt zu wünschen übrig? Hier muss man sagen: Das ist Geschmackssache. Vielleicht wäre Guarana für dich eine passende Alternative. Die Kerne der Pflanze enthalten dreimal so viel Koffein wie die Kaffeebohnen. Und dem nicht genug: Auch die Wirkung des Koffeins hält länger an, als die von Kaffee. Denn der hohe Anteil an Gerbstoffen verzögert die Freisetzung des Koffeins und verlängert gleichzeitig dessen Wirkung. Guaranà ist außerdem sehr bekömmlich, da es nicht die Magenschleimhaut angreift. Übrigens: Guarana wird auch eine positive Wirkung auf die Libido nachgesagt. Falls du also Kaffee nicht verträgst oder dich der bittere Geschmack nicht überzeugt, solltest du unbedingt einmal Guarana ausprobieren!

Gibt es Guaranacola?

Guaranacola verwendet statt synthetisch hergestelltem Koffein das natürliche Guaranakoffein. Die Konzentration von Koffein ist auch in Guaranacola höher.

Welche Guaranasnacks gibt es?

Guaranapulver wird in Schokolade oder Bonbons zu gegeben. Ebenso gibt es auch Schokoriegel mit Guaranazusatz.

Darf ich in der Schwangerschaft Guarana-Produkte essen oder trinken?

Die Einnahme von bis zu 300 mg Koffein ist in der Schwangerschaft unbedenklich. Dabei ist es auch unerheblich, in welcher Form das Koffein konsumiert wird. Ein Getränk mit einem Guaranaextrakt von 0,1% hat ca. 50 mg Koffein. Jedoch liegen noch keine eindeutigen Erkenntnisse darüber vor, dass ein Konsum von Guarana während der Schwangerschaft unbedenklich ist. Jedoch ist es als jahrhunderte lang bewährtes Arzneimittel bei den Amazonas-Urvölkern nicht als gefährlich für die Schwangerschaft bekannt.

Kann man Guarana rauchen?

Guaranà ist hitzeempfindlich und verbrennt bei ca. 300° C. Diese Temperatur wird in der Glut überschritten, wenn du Guarana zu rauchen versuchst. Die entstehenden Verbrennungsprodukte sind schädlich für deine Atemwege.

Abhängigkeit durch Guaranaprodukte?

Man kann grundsätzlich von allem abhängig werden. Die Abhängigkeit, die sich aus dem Guaranakonsum entwickeln kann ist jedoch mit der Abhängigkeit von einer harten Droge nicht zu vergleichen. Auch der tägliche Morgenkaffee ist mit Entzugserscheinungen behaftet, wenn man ihn plötzlich absetzt. Der Körper erholt sich nach einem Guaranaentzug recht schnell und baut keinen Suchtdruck auf. Die potentielle Abhängigkeit ist deshalb eher psychisch als körperlich anzusiedeln.

Herzsrasen und Bluthochdruck durch Guarana

Als bis zu fünfmal höher dosiertes Koffein-Produkt ist Guaranaextrakt selbstverständlich sehr anregend für den Kreislauf. Eine Überdosierung hat schon fast zwangsläufig ein Herzrasen zur Folge. Darum ist es wichtig, dass du dich langsam an die für dich optimale Dosis Guaranà heran tastest.

Guarana und Ginseng?

Guarana und Ginseng sind beides für die anregende Wirkung bekannt. Mehr Energie für Geist und Körper sowie eine verbesserte Konzentration – pflanzliche Mittel, die uns zu mehr Leistungsfähigkeit bewegen sollen. Vor allem die Kombination von Guarana und Ginseng soll leistungsfördernd sein! Denn Guarana fördert die Geschwindigkeit, mit der du Aufgaben lösen kannst und Ginseng hilft dabei, dies genauer zu erledigen, wodurch es zu einer reduzierten Fehlerrate kommen kann.

Guarana in Energydrinks

Dir mag Guarana vielleicht sogar von Energydrinks bekannt sein. Denn viele der Wachmacher enthalten eine gewisse Menge an Guarana. Die Energydrinks machen aber nicht nur munter, sie verhindern auch Müdigkeit beim Sport und führen damit verbunden zu einer Steigerung der Muskelkraft. Übrigens: Auch im Ruhezustand verbrennen wir dank Koffein mehr Kalorien, da es zu einer gesteigerten Produktion von Adrenalin kommt.

Einer der beliebtesten Drinks ist übrigens Antarctica aus Brasilien. Der Energydrink wurde erstmals 1921 auf dem brasilianischen Markt eingeführt. Schmeckt der Drink mit Guarana möglicherweise anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, besteht nach einigen Schlucken allerdings eventuell Suchtgefahr! Der Drink schmeckt nicht nur lecker, er sorgt auch noch für eine bessere Leistung.

Die fünf wichtigsten Fakten über den natürlichen Wachmacher

  1. Das Mittel enthält mehr Koffein als Kaffee und eignet sich somit ideal als Wachmacher.
  2. Die Indianer in Südamerika nutzen es seit Jahrhunderten, es ist fast ohne Nebenwirkungen.
  3. Es gibt Guaranaextrakt in Pulverform oder als Kapseln.
  4. Das Mittel ist zu 100 Prozent natürlich.
  5. Online ist die Auswahl wesentlich größer als in Drogeriemärkten, Apotheken und Reformhäusern.

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